Pressemeldungen

 
 
 
Lastenfahrräder im städtischen Güterverkehr auf der letzten Meile – Vision und Wirklichkeit

Gemeinsame Presseerklärung FGI/VVL Lastenfahrräder im städtischen Güterverkehr auf der letzten Meile – Vision und Wirklichkeit

„Die Koalition wird ein neues Konzept für den Wirtschaftsverkehr (Citylogistikkonzept) erarbeiten. Innerstädtische Transporte sollen nach Möglichkeit gebündelt und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden. Dazu gehört die Entwicklung von ͵Urban Hubsʹ und die Belieferung auf der ͵letzten Meileʹ mit Lastenfahrrädern, …“ – das haben die Parteien der Regierungskoalition der gegenwärtigen Berliner Landesregierung in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt. Doch wie realistisch und effizient ist der Einsatz von Lastenrädern im städtischen Güterverkehr tatsächlich? Gibt es nennenswerte Verlagerungsmöglichkeiten? Kann der Einsatz von LKW und anderen Kraftfahrzeuge in spürbaren Umfang durch den Einsatz von Lastenrädern ersetzt werden? Mit diesen Fragestellungen haben sich vor dem Hintergrund der gegenwärtig stattfindenden Überarbeitung des Integrierten Wirtschaftsverkehrskonzepts für das Land Berlin die Branchenverbände Fuhrgewerbe-Innung Berlin-Brandenburg e. V. und Verband Verkehr und Logistik Berlin-Brandenburg e. V. beschäftigt. In einer heute vorgestellten Filmdokumentation wird anhand einiger Beförderungssegmente beispielhaft analysiert, ob und in welchem Umfang das Lastenfahrrad als Alternative für den städtischen Güterverkehr geeignet ist. Ausgewählte Segmente sind dabei Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP-Dienste), Stückgut-, Baustoff-, Abfalltransporte sowie Umzüge. Der Film vermittelt anschaulich, dass lediglich im Bereich der KEP-Dienste nennenswerte Möglichkeiten bestehen, bislang mit Kraftfahrzeugen durchgeführte Beförderungen durch Transporte mit Lastenrädern zu substituieren. Schon im Stückgutbereich lassen Beschaffenheit, Größe und/oder Gewicht der Sendungen die Verlagerung lediglich im unteren einstelligen Prozentbereich als realistisch erscheinen. Keinerlei Verlagerungspotentiale bieten die Transportsegmente Baustoff-, Abfall- und Sekundärrohstofftransporte, Umzüge und Neumöbelbeförderungen. Allein die in Berlin zugelassenen LKW aller Gewichtsklassen erbringen werktäglich geschätzt rund 200.000 Fahrten. Hinzu kommen die in der Ver- und Entsorgung von Berlin zum Einsatz kommenden LKW aus Brandenburg und – in deutlich geringerem Umfang – aus anderen Bundesländern. Im Ergebnis ist festzuhalten: Lastenfahrräder können in hochverdichteten Innenstadtlagen bei kurzen Transportdistanzen, ausreichend geeigneter Infrastruktur und bestimmten verkehrsorganisatorischen Rahmenbedingungen eine sinnvolle Ergänzung im KEP- und Stückgutbereich sein, werden jedoch das gesamte LKW-Aufkommen im Stadtverkehr nur minimal reduzieren. In Anbetracht der aktuellen Arbeitsmarktsituation sind zudem die Fragestellungen, ob sich ausreichend Interessierte für eine solche Tätigkeit finden lassen und ob der Kunde bereit ist, die deutlich höheren Personalkosten für derartige Beförderungen in Gestalt höherer Preise zu akzeptieren, in die Bewertung einzubeziehen.

Parlamentarischer Abend von BÖB und DSLV in Berlin / DSLV_VVL

Bundespolitik bewertet Idee einer Verkehrsinfrastrukturgesellschaft parteiübergreifend positiv

Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) unterstützen nachdrücklich die Idee einer Verkehrsinfrastrukturgesellschaft. Auf ihrem gemeinsamen Parlamentarischen Abend am 25. Februar in Berlin riefen beide Präsidenten Bund und Länder auf, sich im Interesse einer nachhaltigen Infrastrukturfinanzierung an einen Tisch zu setzen und eine gemeinsame Lösung zu finden. Die deutsche Wirtschaft brauche dringend Klarheit, wie die Verkehrswege nachhaltig finanziert und fit für die Zukunft gemacht werden sollen. Beide Verbände sorgen sich um den Zustand der deutschen Verkehrsinfrastruktur.

Speditionsgewerbe befürchtet Kostenschub durch Grenzkontrollen /DSLV_VVL

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) weist eindringlich auf die Folgen von Grenzkontrollen in Europa hin, die den freien Warenverkehr erheblich behindern. Hiervon wäre Deutschland als Land mit hohem Außenwirtschaftsanteil im Herzen Europas

DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster verweist auf Statistiken der EU-Kommission, die in der Europäischen Union jedes Jahr allein 57 Millionen internationale Straßentransporte zählt. Damit Grenzkontrollen wirken, müsse jede Beförderungseinheit lückenlos physisch gecheckt werden. „Berechnet man für jede dieser Touren eine Grenzüberschreitung mit einer zusätzlichen Stunde Wartezeit, für die die Kommission etwa 55 Euro zusätzlich pro Fahrzeug ausmacht, so würden sich die Kosten bei flächendeckenden Grenzkontrollen auf drei Milliarden Euro pro Jahr belaufen.“ Dies wären nur die zusätzlichen Belastungen im Straßengüterverkehr. Hinzu kämen noch Verzögerungskosten bei den internationalen Transporten der übrigen Verkehrsträger. Logistikkosten würden massiv steigen. Außerdem, so gibt Huster weiter zu bedenken, hätten zusätzliche Grenzkontrollen auch auf die eng verzahnten internationalen Wertschöpfungs- und Lieferketten erhebliche Auswirkungen: „Industrie und Handel müssten höhere Lagerbestände einrichten oder kurzfristig nationale Zulieferer mit der Versorgung beauftragen, was mit weiteren Kosten verbunden ist.“ Der DSLV-Hauptgeschäftsführer mahnt deshalb die Regierungen der EU-Staaten zur Besonnenheit. „Je nach Mitgliedstaat ist der Ruf nach gesicherten Grenzen zum Teil parteipolitisch motiviert. Wenn mit solchen Maßnahmen akute Defizite bei der inneren Sicherheit bekämpft werden sollen, ist dies einerseits zwar nachvollziehbar, erfolgt aber andererseits zu einem sehr hohen Preis." Denn wie die einheitliche Währung und der freie Zahlungsverkehr sei der ungehinderte Warenverkehr innerhalb der EU eine wesentliche Grundlage für die Leistungskraft von Industrie und Handel nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Arbeitsteilige Produktions- und Handelsprozesse basieren größtenteils auf zeitlich eng getakteten und kontinuierlichen Güter- und Warenströmen, die durch Grenzschließungen erheblich behindert werden. Zwar könne die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Logistik in Teilen die für die Beschaffungs- und Absatzstrukturen der Wirtschaft entstehenden Belastungen kompensieren, der zusätzliche Aufwand werde aber Logistikkosten und -preise in die Höhe treiben. Deshalb müsse auch die Bundesregierung die Folgen von Grenzschließungen für die Wirtschaft sehr sorgfältig prüfen und dauerhafte Behinderungen des freien Warenverkehrs unbedingt vermeiden. Huster betont: „Wer vorschnell und in Aktionismus in Europa neue Grenzen errichtet, gefährdet nicht nur das Geschäftsmodell der arbeitsteiligen Wirtschaft, sondern die positiven Errungenschaften des gesamten Schengen-Raums.“

PM 03/15 vom 21.04.2015

Speditionsgewerbe kritisiert GDL-Streiks im Schienengüterverkehr

Die Speditions- und Logistikbranche bedauert das Vorgehen der Lokführergewerkschaft und rügt insbesondere die Dauer des Streiks. Das Speditions- und Logistikgewerbe verweist darauf, dass gerade im Schienengüterverkehr langjährige Verlässlichkeit und Planbarkeit unerlässlich für einen reibungslosen Ablauf der Verkehre seien. Als flexible Organisatorin des Güterverkehrs ist das Gewerbe zwar mit dem Finden alternativer Transportlösungen bestens vertraut und wird auch die jüngsten Herausforderungen durch den GDL-Streik meistern. Dennoch wird gemahnt, dass solche Ereignisse langfristig dem Schienengüterverkehr schaden, der in direkter Konkurrenz zu anderen Verkehrsträgern steht. Dass diese Warnung nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen eindringlich die Zahlen des Statistischen Bundesamts: Im Jahr 2014 wurden demnach auf deutschen Schienen rund 365 Millionen Tonnen Güter transportiert. Dies entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent. Diese negative Entwicklung führt die Behörde auf die Bahnstreiks im Herbst 2014 zurück.

PM 04/15 vom 02.04.2015

Gesetzentwurf zur Tarifeinheit / Regelungslücke verschärft Konkurrenz zwischen Branchengewerkschaften

Eine die Betriebe belastende Konkurrenzsituation von zwei oder mehr gleich großen Branchengewerkschaften wird im Entwurf des Tarifeinheitsgesetzes nicht gelöst. Zwar begrüßt der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV) den vorliegenden Gesetzentwurf als grundsätzlich richtigen Schritt zur Wahrung der Tarifeinheit bei einer Kollision unterschiedlicher Tarifverträge. Allerdings beschränkt sich das geplante Gesetz nur auf den Konflikt einer Mehrheitsgewerkschaft mit einer Spartengewerkschaft und weist insofern eine Lücke auf. Der DSLV und seine Landesverbände fordern deshalb, diese Lücke im Gesetzentwurf zu schließen und schlagen eine „Regel-Ausnahme-Klausel“ vor, nach der der Tarifvertrag mit derjenigen Gewerkschaft gelten soll, die dem wirtschaftlichen Schwerpunkt des Betriebs am nächsten steht.

PM 02/15 vom 15.01.2015

Spedition und Logistik / Neuer Weiterbildungslehrgang - Geprüfter Fachwirt für Güterverkehr und Logistik / ehemals Verkehrsfachwirt

Die Verkehrsfachwirte gehören seit über 25 Jahren zum Kern von Führungsmannschaften in Berliner und Brandenburger Verkehrs- und Logistikunternehmen. An dieses Erfolgsmodell knüpft der Abschluss zum geprüften Fachwirt für Güterverkehr und Logistik an. Der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e.V. bietet seit 1997 entsprechende Lehrgänge an und plant, ab Juni 2015 wieder mit einem entsprechenden Vorbereitungskurs für die IHK Prüfung zu beginnen. Dieses Weiterbildungsangebot richtet sich an Mitarbeiter in der Speditions- und Logistikbranche bzw. in den Logistikabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen, die zur Verbesserung ihrer beruflichen Möglichkeiten bereit sind, sich in einem Zeitraum von rund 17 Monaten berufsbegleitend weiterzubilden. Für Interessierte bietet der VVL eine Informationsveranstaltung an: Wann: Dienstag, 10.März 2015, 17:30 Uhr Wo: Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e.V. Juliusstraße 52 12051 Berlin ( Neukölln ) U-Bahnhof: : Grenzallee Eine telefonische Anmeldung ist erwünscht. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und unverbindlich. Weitere Informationen können beim VVL angefordert werden: Tel. 030 6255733 / Hr. Martens

PM 01/2015 vom 02.01.2015

AMÖ zeichnet über 725 Mitgliedsunternehmen aus

Für das Jahr 2015 haben sich wieder über 725 anerkannte Fachbetriebe in Deutschland zu den sogenannten „10 Geboten der Möbelspedition“ verpflichtet. Sie erhalten das aktuelle Zertifikat des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und sind berechtigt, das in diesem Jahr exklusiv für die Abgrenzungskampagne erstellte rollende Känguru inkl. individueller Zertifikatsnummer und dem Schriftzug „Qualitätskontrolle durch SVG-Zert“ zu führen. Die teilnehmenden Unternehmen sind weiterhin exklusiv zu finden unter dem Umzugsportal www.umzug.org, auf dem Verbraucher kostenlos nach einem Umzugsunternehmen ihrer Wahl suchen können.Das Verzeichnis der Unternehmen dient allen Kunden zur Orientierung. Die AMÖ vergibt seit 25 Jahren für organisierte Möbelspediteure das Zertifikat „anerkannter Fachbetrieb“. Darin verpflichten sich verantwortungsvolle Möbelspediteure, nach den Grundsätzen und Regeln eines ordentlichen Kaufmanns zu arbeiten, übersichtliche und detaillierte Angebote zu erstellen sowie gründlich und umfassend zu beraten. Weiter sind als Umzugsberater, Transportleiter und Packer nur Fachpersonal einzusetzen, umweltverträgliche Verpackungsmaterialien zu benutzen sowie ist bei Meinungsverschiedenheiten mit dem Kunden an einem Einigungsverfahren mitzuwirken und dem Spruch der Einigungsstelle der AMÖ zu folgen. In dem Verzeichnis der Abgrenzungskampagne 2015 sowie im Internet unter www.umzug.org sind alle teilnehmenden Unternehmen inklusive der jeweils individuellen Zertifikatsnummern aufgeführt. Damit können Kunden, die sich mit einer Vielzahl an Dienstleistungen im Internet oder in Kleinanzeigen konfrontiert sehen, eindeutig seriöse und erfahrene Möbelspediteure von anderen Unternehmen unterscheiden. Dies bedeutet einen echten Mehrwert für Privat- und Geschäftskunden, die umziehen oder ihre Einrichtung sicher verpackt und transportiert wissen möchten.

PM 01/14 v. 26.03.2014

Geplante Maßnahmen sind noch kein Befreiungsschlag

Die am Dienstag von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angekündigten Schritte zur räumlichen Ausweitung der Lkw-Maut auf weitere 1.000 Kilometer vierspurige Bundesstraßen und zur zusätzlichen Einbeziehung von Lkw ab 7,5 Tonnen sind für den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) keine Überraschung. Angesichts der sich aus dem Wegekostengutachten 2013 – 2017 ergebenden beträchtlichen Mautmindereinnahmen bleibt dem Minister kaum eine Wahl, als die Abgabenlast umzuverteilen. Viel zu lange hat bereits Dobrindts Amtsvorgänger Peter Ramsauer mit der Veröffentlichung des Wegekostengutachtens gewartet. Jetzt wird deutlich, was sich seit langem abzeichnete: Allein die stark gesunkenen Zinsen für das vom Bund für den Straßenbau eingesetzte Kapital erzwingen deutlich niedrigere Mautsätze. ( Pressemitteilung DSLV, Bonn )

PM 04/12 v. 10.10.2012

Verband Verkehr und Logistik begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 10. Oktober 2012 sein Urteil zum geplanten Ausbau der Stadtautobahn A 100 bis nach Treptow verkündet. Die Stadtautobahn A 100 kann – unter Auflagen - vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park verlängert werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Klagen gegen den Weiterbau zurückgewiesen. Der Verband Verkehr und Logistik hatte sich im Vorfeld der Entscheidung zusammen mit zahlreichen Vertretern der Wirtschaft für einen Ausbau ausgesprochen. Nach Auffassung des Verbandes braucht Berlin diese Trasse dringend als eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung vor allem der östlichen Bezirke Berlins. Die Wirtschaft wird durch wesentlich bessere Verbindungen – auch zum künftigen Flughafen BER - von der verlängerten Stadtautobahn profitieren. Der Weiterbau der A 100 wird zudem Wohngebiete vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr spürbar entlassen und wird in den betreffenden Gebieten zu mehr Lebensqualität führen.

PM 03/12 vom 14.06.2012

LKW- Maut auf Bundesstraßen – VVL ist wenig erfreut über die Einführung zum 01.August 2012 und sieht zusätzliche Belastungen für das Speditions- und Logistikgewerbe

Die bislang auf Autobahnen und wenige Bundesstraßen beschränkte Lkw-Maut wird ab 01.August 2012 auch auf vierspurige Bundesstraßen ausgeweitet. Der Bund verspricht sich mit der Einführung der LKW- Maut auf Bundesstraßen Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro jährlich. Für das deutsche Transport- und Logistikgewerbe bringt diese Entscheidung erneut zusätzliche Belastungen. Als Folge der zusätzlichen Kosten werden sich für viele Transport- und Speditionsunternehmen die betriebswirtschaftlichen Probleme weiter verstärken. Eine Akzeptanz der Mautausweitung ist bei den betroffenen Betrieben nicht zu erwarten. Die neue Gebühr trifft mit höchst unterschiedlichen Auswirkungen einzelne Regionen und deren Standorte mit Industrie-, Handels- und Transportunternehmen. In Brandenburg sind 60 Kilometer Bundestrassen betroffen. Die dafür ausgewiesenen Strecken treffen den regionalen Wirtschaftsverkehr besonders hart. Zudem werden gerade in einem Flächenland wie Brandenburg regionale Transportdienstleister und das entlang der ausgewiesenen Bundesstraßen ansässige Gewerbe zusätzlichen Belastungen und demzufolge Standortnachteilen unterworfen. Die Berlin und Brandenburg betreffenden Abschnitte zur Bemautung von Bundesstrassen liegen in Bereichen, die durch eine besondere Dynamik für die wirtschaftliche Entwicklung der Länder geprägt sind. Nicht zuletzt die erfolgreichen Logistikstandorte der Region, wie das GVZ Berlin Süd Großbeeren und das GVZ Berlin West Wustermark mit ihren Schnittstellen für den kombinierten Verkehr, befürchten Wirtschaftsnachteile durch Verteuerung der Zubringerverkehre. Der Logistikstandort Berlin / Brandenburg verliert dadurch an Attraktivität. Eine Weitergabe der Bundesstraßenmaut über die Wirtschaft an die Verbraucher wird daher unvermeidlich sein.

PM 02/12 vom 18.05.2012

Flughafen Berlin Brandenburg – Verschiebung der Eröffnung auch für das Speditionsgewerbe nicht ohne Auswirkungen

Die Entscheidung, den neuen Flughafen erst im März des nächsten Jahres in Betrieb zu nehmen, ist nicht nur für Fluggesellschaften und Einzelhandelsunternehmen eine bittere Enttäuschung. Auch das Speditionsgewerbe ist von den damit verbundenen Auswirkungen massiv betroffen. Neben dem immer wieder zu Recht genannten Imageverlust bedauert der Verband den Verlust an Verlässlichkeit. Bei Bauvorhaben dieser Größe sind unplanmäßige Ereignisse sicherlich nicht auszuschließen. Dass jedoch eine geplante Eröffnung mit einem derartig kurzen Zeitvorlauf verschoben wird und mit einem Flugbetrieb erst im März 2013 zu rechnen ist, stößt bei den betroffenen Unternehmen auf kein Verständnis. Die Nachricht hat die Betriebe, wie alle übrigen Beteiligten, aus heiterem Himmel getroffen. Sicherlich werden Passagiere als auch die Luftfracht in den kommenden Monaten ihren Weg nach und von Berlin weg finden. Natürlich kann man sagen, dass es noch zwei funktionierende Hauptstadtflughäfen gibt. Die lässt man einfach länger laufen. Aber wie stellen sich die Projektverantwortlichen das eigentlich vor? So ein Umzug passiert nicht von heute auf morgen. Umzugsspediteure müssen abbestellt und neue Termine und Abläufe müssen geplant werden. Dies stellt einen nicht unerheblichen zusätzlichen Aufwand dar. Einige Speditionsunternehmen haben ihre alten Büroräume und Lagerhallen natürlich bereits termingerecht gekündigt und müssen ihre Büros im Juni räumen. Selbst wenn sie ihre Büros / Lagerhallen im Umfeld des neuen Flughafens beziehen können, muss die Abwicklung der Flüge über die alten Flughäfen organisiert werden. Daten- und Telefonleitungen wurden gekündigt. Das kann nun alles wieder rückgängig gemacht werden. Wie die Schadensersatzforderungen der betroffenen Speditionsunternehmen ausfallen, ist noch unklar. Derzeit gilt es, die Folgen, die sich aus dieser unerwarteten Verschiebung ergeben, zu analysieren. Der Verband geht davon aus, dass Regressansprüche gestellt werden und erwartet von den Verantwortlichen nun ein professionelles Krisenmanagement.

PM 01/12 vom 27.02.2012

Geplante Lkw-Fahrverbote vor Ostern und Pfingsten schädigen Wirtschaft erheblich

Die Ferienreiseverordnung verbietet Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 7, 5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger an allen Samstagen der Monate Juli und August eines Jahres jeweils in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr das Befahren bestimmter hochbelasteter Autobahn- und Bundesstraßenabschnitte. Damit stellt sie für den Pkw-Verkehr einen Beitrag zum zügigen Erreichen der Urlaubsorte in den Hauptreisemonaten dar. § 1 der Ferienreiseverordnung enthält einen Katalog der einzelnen Verbotsstrecken, der zuletzt im Jahre 2008 angepasst worden ist. Ein aktueller Änderungsentwurf beinhaltet jedoch eine pauschale Erweiterung der Verbotszeiten auf den Gründonnerstag und den Freitag vor Pfingsten, um das an diesen Tagen auftretende besonders hohe Verkehrsaufkommen des Ferienreise-verkehrs in einem annehmbaren Rahmen zu halten. Die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geplante Ausdehnung der Lkw-Fahrverbote wird zu einer massiven Schädigung der Logistikprozesse und damit auch des produzierenden Gewerbes und des Handels in Deutschland führen, so der Verband Verkehr und Logistik. Der VVL warnt vor deutlichen Zeitverlusten, Umwegkilometern, erheblichen Mehrkosten und negativen Auswirkungen in Bezug auf Verkehrssicherheit und Umweltbelange. Anders als in der Sommerzeit haben die Spediteure und Logistiker gerade vor und nach diesen Feiertagen ein deutlich erhöhtes Frachtaufkommen. Insbesondere der Handel und hier vor allem der Lebensmittelbereich treffen dann auf eine große Güternachfrage und fordern eine ausreichende Warenbevorratung durch die Logistikdienstleister. Nach Einführung der zusätzlichen Fahrverbote müssten die Spediteure eine um 20 bis 25 Prozent höhere Transportmenge in derselben Tagesarbeitszeit verladen. In den großen Logistikzentren der Region können viele Umschlagleistungen an diesen Tagen nicht mehr erfolgen und zahlreiche Sendungen werden ihr Ziel nicht rechtzeitig erreichen. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, werden viele Spediteure auf das nachgelagerte Straßennetz ausweichen, das nicht vom Fahrverbot betroffen ist. Zu berücksichtigen sind auch die Arbeitsbedingungen der Fahrer, von denen viele den Karfreitag auf Rastplätzen verbringen müssten, weil sie es am Gründonnerstag nicht mehr nach Hause geschafft haben. Der Verband Verkehr und Logistik spricht sich nachdrücklich gegen die Erweiterung der Ferienreiseverordnung auf die beiden Tage (Gründonnerstag und Freitag vor Pfingsten) aus.

PM 07 / 2011 v. 11 09.11

Kabinett gibt grünes Licht für Lang LKW - VVL begrüßt die Zustimmung der Bundesregierung zum Lang - LKW

Die Bundesregierung hat dem geplanten deutschlandweiten Feldversuch mit den sogenannten Lang – LKW zugestimmt. Der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e.V. befürwortet nachdrücklich den vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geplanten ergebnisoffenen Feldversuch mit sogenannten Lang-Lkw. Die von Gegnern des Feldversuches vorgebrachten Bedenken kann der VVL nicht teilen. Die Fahrzeuge mit maximal 40 Tonnen sind nicht schwerer als herkömmliche Lkw. Im Vor- und Nachlauf zum Kombinierten Verkehr Schiene/Straße dürfen die Lang- Lkw – ebenso wie jeder herkömmliche Lkw – ausnahmsweise 44 Tonnen wiegen. In Höhe und Breite unterscheiden sich diese Fahrzeuge nicht von den herkömmlichen Lastkraftwagen. Lediglich die Länge beträgt mehr als 25 Meter statt bisher maximal 18,75 Meter. Da sich das gleiche Gewicht auf mehr Achsen verteilt, sind der Lang-Lkw selbst voll beladen sogar straßen- und brückenschonender als die heute üblichen Fahrzeugeinheiten. Ein mit den Bundesländern abgestimmtes „Positivstraßennetz“, auf dem Lang-Lkw verkehren dürfen, wird dafür sorgen, dass Innenstädte und enge Ortsdurchfahrten „Tabuzonen“ bleiben. Die Länder Berlin und Brandenburg haben zum Bedauern des VVL eine Beteiligung am Feldversuch abgelehnt. Eine Verlagerung von Gütern von der Schiene auf die Straße sieht der Verband Verkehr und Logistik nicht. Da die Gewichtsbeschränkung auf 40 t auch für Lang-Lkw gilt, können nur leichtgewichtige und voluminöse Güter befördert werden. Diese Güter sind kein Geschäftsfeld der Bahn. Die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Schiene liegen in der Bündelung langströmiger Verkehre und schwerer Lasten. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Verkehrswachstums und der steigenden Anforderungen an umweltfreundliche und sichere Transporte ist mehr Effizienz im Güterverkehr und eine verbesserte Zusammenarbeit der Verkehrsträger von höchster Bedeutung. Dazu können Lang-Lkw erheblich beitragen. Der Lang-Lkw erfüllt nahezu alle für Deutschland notwendigen fahrzeug- und verkehrstechnischen Anforderungen und hat in wissenschaftlichen Untersuchungen seinen Unbedenklichkeitsnachweis bezüglich seiner Infrastrukturbeanspruchung, seines Fahrverhaltens und seiner Sicherheit in zeitlich befristeten Pilotversuchen unter Beweis gestellt. Darin gesammelte Erfahrungen hinsichtlich verkehrlicher Einsparpotenziale, Ökologie und Verkehrssicherheit, aber auch mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität sind durchweg positiv. Der VVL begrüßt und unterstützt die angekündigte fünfjährige Testphase in vollem Umfang. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile sprechen für sich.

PM 06/2011 vom 13.10.2011

Verband Verkehr und Logistik begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 13. Oktober sein Urteil zum Lärmschutzkonzept des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg (BER) verkündet. Der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e.V. begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. Der künftige Flughafen ist das wichtigste Zukunftsprojekt für die Region Berlin-Brandenburg. Nur mit voller Funktionalität, weiteren Langstrecken und Flügen in den Randzeiten bringt der BER das, wofür er geplant wurde, nämlich neue Arbeitsplätze, Firmenansiedlungen und weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig wird die Region gegenüber dem Status Quo mit den Flughäfen Schönefeld und Tegel und sogar gegenüber den Prognosen in der Planfeststellung künftig massiv vom Fluglärm entlastet werden. Die Wettbewerbsfähigkeit muss erhalten bleiben. Auf internationalen Flughäfen wie in Amsterdam, Brüssel oder Paris kann auch nachts geflogen werden. Auf den Airports in Frankfurt, München und Düsseldorf gelten ähnliche Regelungen wie für den künftigen Flughafen. Die Kernnachtzeit wird im Wesentlichen von Flugverkehr freigehalten, in den Randzeiten kann unter Einschränkungen geflogen werden.

 
 

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